Genau die richtige Antwort gab die Friedberger Erste im Heimspiel gegen die SG Regensburg. Nach zwei Niederlagen in der Fremde dominierten die Handballer die Partie und gewannen klar mit 32:23 (19:10).

Friedberg beherrscht zwei Abwehrsysteme, die Handballer können in der 6 – 0 – oder der 5 – 1 – Formation, dann mit einem Vorgezogenen, spielen. Üblicherweise ist ersteres der Standard, doch am Samstag hatte sich Trainer Fadil Kqiku eine Überraschung ausgedacht. Friedberg spielte die offensivere Variante mit Stefan Tischinger in der vorgezogenen Position vom Anpfiff weg. Das brachte Regensburg komplett aus dem Konzept. Die Gäste erwischten einen richtig schwachen Start und verloren immer wieder den Ball. So konnte Friedberg vor allem über die effiziente zweite Welle viele einfache Treffer machen. Nach einer Viertelstunde war der TSV so schon mit 13:5 vorne.

Das lag an der aggressiven und aufmerksamen Abwehr, welche den Gegner gut unter Druck setzte. Tischinger fing mehrfach Pässe heraus und mit druckvollen Gegenstößen dominierte Friedberg die Angelegenheit. So machte den Hausherren auch eine kurze Schwächephase, in der sie in acht Minuten nur ein Tor schafften, nichts aus. Zur Pause war Friedberg mit 19:10 vorne und hatte alles im Griff.

Die starke Abwehr ließ auch in der Folge extrem wenig zu. In den ersten 19 Minuten nach dem Wiederbeginn schaffte Regensburg ganze vier Treffer. Erst in der Schlussphase, in welche der TSV mit einer mehr als deutlichen Führung ging, ließ die Konzentration in der Defensive etwas nach.

Eigentlich bestand am Samstag in der gut gefüllten Halle schon nach der Anfangsviertelstunde wenig Zweifel daran, dass der TSV nach den beiden Auswärtsniederlagen in den Vorwochen wieder doppelt punkten würde. Bester Werfer war wieder einmal Fabian Abstreiter mit zehn Treffern, aber auch Timo Riesenberger auf der Mitte und die Außen Christian Loris und Luca Kaulitz glänzten mit mehreren schönen Toren. Nach gut 40 Minuten kam Felix Dorsch in den Kasten und führte sich mit zwei gehaltenen Siebenmetern gleich gut ein.

Schließlich gewann der TSV Friedberg das vorletzte Heimspiel der Saison ungefährdet mit 32:23 (19:10). Damit ist Platz vier in der Bayernliga noch in Reichweite. Zum Abschluss warten die Derbys gegen Haunstetten und Günzburg, doch zunächst pausieren die Handballer über die Osterfeiertage.

Trainer Fadil Kqiku war mehr als zufrieden: „Vor allem für die Fans freut mich die tolle Vorstellung. Wir wollten den Zuschauern heute etwas bieten und haben das geschafft. Die Abwehr war fantastisch, auch beide Torhüter haben einen tollen Job gemacht. Der Sieg gibt uns einen richtigen Schub für den Saisonendspurt.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Loris (2); Kaulitz (3); Wiesner (1); Müller; Riesenberger (5); Tischinger (4); Dittiger (4); Abstreiter (10/2); Schneider (1); Prechtl (2).

 

Domenico Giannino (gia)