Ohne Punkte ist die Friedberger Erste aus Landshut zurückgekehrt. Beim 25:28 (10:18) reichte den ersatzgeschwächten Handballern eine Steigerung nach der Pause nicht.

Personell arg gebeutelt reisten die Friedberger am Samstag zur TG Landshut. Gleich fünf Stammspieler fehlten verletzt oder aus beruflichen Gründen. Drei weitere Akteure waren zudem angeschlagen mitgereist, Florian Wiesner, Timo Riesenberger und Alexander Schneider konnten jeweils nur wenige Minuten spielen.

Der Anfang missriet den Friedbergern gleich einmal gehörig. Der Abwehrverbund wies große Lücken auf, vorne fehlte beim Abschluss oft die Konzentration. Zudem saßen in den ersten 13 Minuten gleich zwei Siebenmeter nicht. Das Resultat war ein 3:8 Rückstand, Trainer Fadil Kqiku nahm die Auszeit.

Das half den Herzogstädtern, für circa zehn Minuten waren sie jetzt besser drin in der Partie. Defensiv steigerte sich der TSV, bis auf 8:10 konnten die Gäste herankommen. Danach schwächten sie aber Zeitstrafen und ließen sie beinahe die gesamte Schlussphase des ersten Durchgangs in Unterzahl spielen. Da lief dann gar nichts mehr zusammen, nach dem 9:11 konnte sich Landshut bis auf 18:10 zur Pause absetzen. Neun Minuten ohne Tor brockten Friedberg diesen klaren Rückstand ein.  

Die Mannschaft gab sich aber nicht auf und kämpfte sich zurück. Defensiv lief es nach der Pause viel besser, die 6 – 0 – Formation ließ nur noch wenig zu. Nach und nach konnte der TSV den Abstand verringern, auch wenn die Trefferquote im Angriff immer noch Ausbau fähig blieb. Wieder saß ein Siebenmeter in einer wichtigen Phase nicht, lediglich zwei Strafwürfe von fünf fanden am Samstag den Weg ins gegnerische Gehäuse.

Doch dank der starken Abwehr hatte Friedberg mit dem 25:27 zweieinhalb Minuten vor Schluss noch leichte Hoffnungen auf eine Wende. Jetzt wollten es die Herzogstädter vorne aber erzwingen und nahmen sich zu viele unvorbereitete Würfe. Zudem übersahen sie mehrmals den freien Nebenmann. So schafften sie kein weiteres Tor mehr und mussten den Gastgebern die Punkte überlassen. Beim 25:28 (10:18) steigerten sich die Friedberger nach der Pause aber sichtlich.

Trainer Kqiku musste dennoch dem Gegner gratulieren: „Glückwunsch an Landshut, sie haben verdient gewonnen. Unsere Abwehr war stark nach der Pause, aber wir haben vorne nicht immer konzentriert abgeschlossen. Da wir kaum Alternativen hatten zum Wechseln, hat uns da vielleicht auch etwas die Kraft gefehlt. Hoffentlich sind die angeschlagenen und verletzten Spieler bald wieder mit dabei.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Loris (1); Kaulitz (4); Wiesner; Müller (3); Riesenberger (2); Dittiger (2); Abstreiter (8/2); Schneider (2); Prechtl (3).  

 

Domenico Giannino (gia)