Mit einem späten Comeback haben die Friedberger Handballer in Rothenburg einen Punkt gerettet. Beim 25:25 (12:14) holte der Bayernligist einen Zweitore – Rückstand in den letzten 30 Sekunden noch auf.

Doch gut präsentierte sich die ersatzgeschwächte Mannschaf nicht beim Drittletzten. Im Hexenkessel von Rothenburg erwischte der TSV eine schwache erste Hälfte, in der er weder offensiv noch defensiv überzeugen konnte. Zudem verletzte sich Kreisläufer Daniel Okyere früh. Er bekam nach neun Minuten einen heftigen Schlag auf das linke Knie ab, dieses schwoll stark an und er konnte nicht mehr weiter machen.

Die 6 – 0 – Formation der Gäste ließ gegen engagierte Rothenburger zu viel zu und fand nie den richtigen Zugriff. Vorne hielt die individuelle Klasse von Fabian Abstreiter den TSV zunächst in der Begegnung. Der Halblinke schaffte zehn Tore und setzte auch den Kreis mehrfach gut ein. Doch nach dem 11:11 erwischte Friedberg eine schwache Schlussphase in der ersten Hälfte und konnte mit einem späten Treffer nur noch auf 12:14 verkürzen.

Trainer Fadil Kqiku wechselte Personal und Taktik für den zweiten Durchgang. Ins Tor kam neu Felix Dorsch, dieser Wechsel sollte sich schnell bezahlt machen. Defensiv stellte Friedberg auf eine 5 – 1 – Formation um, und innerhalb von zehn Minuten drehten die Gäste die Begegnung. Nach dem 17:15 nahm Rothenburg eine Auszeit.

Diesen zehn starken Friedberger Minuten folgten jedoch zehn schwache. In denen machte der TSV nur ein einziges Tor, viele Fehlwürfe und einfache technische Fehler ließen die Franken wieder mit 20:18 nach vorne kommen. Trotz einer defensiven Steigerung und der sehr guten Leistung von Torwart Felix Dorsch schien Friedberg wegen seiner unzuverlässigen Offensive auf der Verliererstraße zu sein.  

Beim Stand von 23:25 vergab Friedberg mit 75 Sekunden auf der Uhr einen Siebenmeter. Rothenburg stand somit kurz vor dem Sieg, aber ein leichter Fehler führte zu einem Ballverlust und der TSV schaffte 28 Sekunden vor dem Ende den Anschluss. Dieses Szenario sollte sich wiederholen, denn wieder gaben die Gastgeber den Ball ohne Not her und Luca Kaulitz behielt kurz vor der Sirene die Nerven. Das glückliche 25:25 (12:14) lässt Friedberg mit einem blauen Auge davonkommen.

„Verdient war der Punkt für uns nicht“, sagte Coach Kqiku. „Rothenburg hatte in der letzten Minute den Sieg in der Hand, nur zwei leichte Fehler des Gegners gaben uns doch noch die Chance auf ein Comeback. Wieder hat bei uns der Einsatz nicht gepasst, wir haben vor allem vorne zu viele Fehler gemacht. Das war zu wenig gegen einen engagierten Gegner, der um sein Überleben in der Bayernliga kämpft.“

 

F. Dorsch; v. Petersdorff; Okyere (1); Loris (1); Thiel; Kaulitz (2); Wiesner; Müller; Riesenberger (3); Tischinger (4); Dittiger (2); Abstreiter (10/5); Schneider (1); Prechtl (1).

 

Domenico Giannino (gia)