Mit einer 26:27 (11:13) Niederlage sind die Friedberger Handballer vom Tabellenletzten HSG Würm – Mitte zurückgekehrt. Fast über die gesamte Spieldauer agierte der Bayernligist beim Aufsteiger zu unkonzentriert und verlor folgerichtig.

Bis zum 5:3 nach 14 Minuten überzeugte der TSV mit einer starken Defensive und druckvollem Spiel. Danach aber entglitt den Herzogstädtern die Begegnung beim Aufsteiger, der zuvor erst einen Saisonsieg auf dem Konto hatte. Unkonzentriertheiten bei gleich drei Großchancen in Folge sorgten dafür, dass aus keiner dieser ein Treffer folgte. Die Defensive war jetzt zu oft nachlässig, Friedberg fehlte der Zugriff.

So konnte Würm – Mitte gegen seinen alten Trainer die Begegnung drehen. Den ersatzgeschwächten Gästen half nicht, dass Mitte Andreas Dittiger nach einem Ellenbogencheck in der 23. Minute nicht weitermachen konnte. Er musste nach dem Spiel mit Schmerzen im Unterkiefer ins Krankenhaus.

Mit nur einem Treffer in den letzten zehn Minuten vor der Pause musste der TSV mit einem 11:13 in die Kabinen gehen. Nach dem guten Start gelang den Gästen nicht mehr viel, der engagierter auftretende Tabellenletzte hatte sich diesen Zwischenstand verdient.

Friedberg kam leicht verbessert aus der Kabine. Bis zum 18:17 nach 41 Minuten hatten die Gäste wieder die Führung inne. Danach häuften sich jedoch die technischen Fehler im Angriff, fast sieben Minuten ohne Tor ließen die HSG auf 21:18 davonziehen. In dieser Phase verlor der TSV auch noch seinen Kreisläufer Daniel Okyere, der nach einem versuchten Anspiel im Gesicht getroffen wurde und mit einer stark blutenden Wunde nicht mehr weitermachen konnte.

All das sorgte dafür, dass die Friedberger Handballer einen gebrauchten Tag erwischten. Aber auch in der letzten Viertelstunde vermisste man bei ihnen das letzte Stückchen Einsatz und die volle Konzentration. Ohne eine stabile Abwehr fehlte es den Herzogstädtern an den Mitteln, nochmals die Wende zu schaffen. Luca Kaulitz, der jetzt auf der Mitte agierte, schaffte wenige Sekunden vor Schluss nur noch den letztlich bedeutungslosen Anschlusstreffer zum 26:27 (11:13). Die Partie war verloren, Würm – Mitte feierte gegen enttäuschende Friedberger den zweiten Saisonsieg.

Trainer Fadil Kqiku fand deutliche Worte: „Unser Gegner war heute einfach besser. Wenn man so auftritt, mit dieser schlechten Körpersprache und nur bereit ist, das Nötigste zu tun, dann verliert man gegen einen motivierten Gegner. Die Spieler glaubten scheinbar, dass es gegen den Letzten von allein geht, wir waren sowohl im Angriff als auch in der Abwehr schwach. So dürfen wir nicht spielen, im nächsten Heimspiel müssen wir Vieles besser machen.“

Dorsch; v. Petersdorff; Okyere; Thiel (2); Loris (1); Kaulitz (2); Wiesner; Müller; Riesenberger (3); Dittiger (1); Abstreiter (11/3); Schneider (6/2); Prechtl.

 

Domenico Giannio (gia)