Mit dem zweiten Sieg in drei Tagen sprangen die Friedberger Handballer in der Bayernliga auf den dritten Rang. Beim 29:24 (15:11) gegen den HT München hatten sie die Begegnung immer im Griff.

Unter der Woche konnte der TSV beim Derby in Günzburg einen wichtigen Sieg feiern, am Samstag wartete dann die Aufgabe beim HT München. Trainer Fadil Kqiku überraschte die Hausherren mit seiner Aufstellung: Timo Riesenberger begann auf der Mitte, dafür war Peter Haggenmüller auf Linksaußen gerückt. Das verschaffte den Gästen einen frühen Vorteil, sie waren bald mit 4:2 vorne.

Der HT konnte sich aber mit seinem starken Rückraum in die Begegnung zurückarbeiten. Nach dem Anschluss zum 6:5 stellte Kqiku darum die Abwehr um: Er gab die defensivere

6 – 0 – Formation auf und beorderte Stefan Tischinger als Vorgezogenen in die 5 – 1. Das half dem TSV dabei, den gegnerischen Spielmacher auf der Mitte besser zu bekämpfen und auch die wurfstarken Halben einzugrenzen.

Jetzt hatte Friedberg den Gegner gut im Griff und ging mit einem souveränen 15:11 in die Kabinen. Nach der Pause merkte man jedoch, dass bei den Gästen langsam die Beine schwerer wurden. Das Spiel am Donnerstag in Günzburg machte sich bemerkbar, der HT kam so langsam näher. Nach dem Anschlusstreffer zum 22:21 eine Viertelstunde vor dem Ende musste der Friedberger Trainer eine Auszeit nehmen.

Diese kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn jetzt steigerte sich der TSV defensiv so, dass er ganze elf Minuten lang keinen einzigen Treffer mehr kassierte. Im Angriff agierten die Herzogstädter strukturierter, sie konnten sich zudem auf die Wurfgewalt von Fabian Abstreiter verlassen. Er war mit zwölf Toren wieder einmal der beste Friedberger Schütze.

Damit setzte sich der TSV vorentscheidend auf 27:21 ab. Diesen Vorsprung verteidigte er in den letzten gut vier Minuten erfolgreich. Mit dem 29:24 (15:11) Auswärtssieg rücken die Handballer in der Bayernliga auf den dritten Rang nach vorne.

Trainer Kqiku war sehr zufrieden mit dem Auftritt: „Das war heute sehr souverän von den Jungs, wir hatten den Gegner meist sehr gut im Griff. Defensiv haben wir überzeugt, vorne haben wir oft mit Konsequenz und Struktur gespielt. Dieser wichtige Sieg bringt uns weiter nach vorne, das ist eine schöne Belohnung nach der harten Woche mit gleich drei Spielen in sieben Tagen.“

 

Dorsch; v. Petersdorff; Okyere (1); Haggenmüller (2); Thiel (5); Kaulitz (2); Müller (2); Riesenberger (3); Tischinger; Dittiger (2); Abstreiter (12/4); Prechtl.

 

Domenico Giannino (gia)