Mit einem überzeugenden 28:20 (16:8) Sieg beim TSV Lohr haben die Friedberger Handballer den Anschluss an die Tabellenspitze der Bayernliga gehalten. Am Samstag mussten die Herzogstädter früh eine rote Karte hinnehmen, traten aber dennoch äußerst souverän auf.

Nur drei Tage nach dem Heimsieg gegen Würm – Mitte ging es für Friedberg schon weiter. Am Samstag waren die Handballer zu Gast in Lohr und damit bei einem Team, das bislang jedes Spiel verloren hatte. Nach dem 5:5 in der 13. Minute mussten sie aber einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen.

Torwart Benjamin von Petersdorff sah eine unglückliche rote Karte, als er einen abgewehrten Ball zurück ins Spiel bringen wollte und nach Ansicht der Referees einen am Boden liegenden Gegenspieler mit dem Fuß am Kopf traf. Selbst als dieser den Schiedsrichtern versicherte, gar nicht berührt worden zu sein, nahmen sie ihre Entscheidung nicht mehr zurück. Felix Dorsch ging somit in den Kasten, er hielt bis zum Ende ausgezeichnet.

Auch ihm war es somit zu verdanken, dass sich der TSV Friedberg nach diesem 5:5 immer weiter absetzen konnte. Die Abwehr arbeitete ausgezeichnet und ließ bis zur Pause nur noch drei weitere Tore zu. Vorne agierten die Gäste mit mehr Konsequenz als unter der Woche. Stefan Tischinger und Fabian Abstreiter waren die besten Angreifer beim TSV, der weiterhin auf den erkrankten Peter Haggenmüller verzichten musste.

Bis zum 11:7 konnte Lohr den Abstand noch so einigermaßen in Grenzen halten, doch in den letzten Minuten des ersten Durchgangs erhöhte Friedberg nochmals die Schlagzahl und führte somit zur Pause bereits mit 16:8. Das 23:10 nach 42 Minuten war dann schon eine Vorentscheidung.

Friedberg blieb defensiv äußerst sicher und ließ Lohr gar nicht zur Entfaltung kommen. Nach zwei schnellen Gegentoren früh im zweiten Durchgang machte der TSV hinten komplett dicht und blieb beinahe zehn Minuten lang ohne jedes Gegentor.  

Bis zur 50. Minute und dem 25:13 spielte Friedberg Handball auf sehr hohem Leistungsvermögen. Lohr hatte nicht den Hauch einer Chance gegen die Abwehr und den stark haltenden Dorsch. In den letzten Minuten fuhren die Gäste ihre Intensität etwas zurück, angesichts des klaren Vorsprungs war das verständlich. Nach 60 Minuten konnte sich Friedberg mit dem 28:20 (16:8) über einen klaren Auswärtssieg freuen.

Trainer Fadil Kqiku war mehr als zufrieden: „Das war heute ausgezeichnet. 50 Minuten lang haben wir sehr guten Handball gespielt. Der Sieg war auch in der Höhe mehr als verdient, unsere Abwehr war großartig. Zudem ist die Mannschaft im Angriff mit deutlich gesteigerter Konsequenz aufgetreten.“

 

V. Petersdorff; Dorsch; Okyere (3); Thiel (3); Loris (1/1); Kaulitz (1); Wiesner; T. Müller (3); Riesenberger; Tischinger (3); Dittiger (1); Abstreiter (8); Tob. Müller (1); Schneider (4).

 

Domenico Giannino (gia)