Trotz einiger Wackler in der ersten Hälfte hat der TSV Friedberg am Mittwoch seinen zweiten Saisonsieg feiern können. Beim 26:21 (11:11) gegen die HSG Würm – Mitte gaben die Handballer in der ersten Hälfte eine klare Führung her.

Kurzfristig fiel beim TSV Peter Haggenmüller aus, der an der Grippe erkrankt war. Diese hemmte auch Timo Riesenberger, der darum fast gar nicht zum Einsatz kam. Damit waren die Optionen im Rückraum stark eingeschränkt. Aber zunächst merkte man nichts davon beim TSV, zu souverän war der Auftakt der Handballer.

Die sichere 6 – 0 – Deckung und der wieder einmal blendend aufgelegte Keeper Benjamin von Petersdorff zeigten dem Aufsteiger Würm – Mitte in den ersten zehn Minuten klar seine Grenzen auf. Die Gäste machten enorm viele Fehler, ihre Ballverluste mündeten mehrfach in Friedberger Kontertore. Das frühe 6:1 schien eine klare Angelegenheit zu versprechen.

Doch danach verlor Friedberg seine Dominanz. Der Rückraum war an diesem Tag nicht immer souverän, mehrfach leisteten sich die Herzogstädter einfache Fehler im Spielaufbau. Zudem war aus der Distanz nur Fabian Abstreiter gefährlich, und auf den stellten sich die Gäste mit fortschreitender Spieldauer immer besser ein. Seine Tore machte Friedberg nun hauptsächlich durch Kreisanspiele, aber schon beim 10:8 nach 20 Minuten war klar, dass der anfängliche Schwung verloren gegangen war. Kurz vor der Pause kam die HSG dann sogar zum 11:11 Ausgleich.

Bis zum 12:12 durfte der Aufsteiger sogar an der Sensation schnuppern. Doch in den nächsten 21 Minuten ließ Friedberg, das sich zum rechten Zeitpunkt wieder steigerte, nur noch drei weitere Treffer zu. Mit einem Zwischenspurt stellte der TSV auf 17:12 und verteidigte in der Folge auch diesen Abstand.

Immer noch gab es einige Fehlwürfe aus guten Positionen, manchmal traf Friedberg auch die falsche Entscheidung im Spielaufbau. Aber mit einer stabilen, aggressiven 6 – 0 – Abwehr und dem weiterhin sicheren Benjamin von Petersdorff im Tor hatte der TSV jetzt alles im Griff. Linksaußen Luca Kaulitz gelangen in der zweiten Hälfte mehrere schöne Tore aus spitzem Winkel.

Über ein 21:15 und ein 24:17 steuerte Friedberg dem zweiten Saisonsieg entgegen, den man nach 60 Minuten mit dem 26:21 (11:11) auch sicherstellte. Trainer Fadil Kqiku sah viel Positives im Erfolg über seinen alten Verein: „Das Ergebnis passt so, nach dem guten Start ist es dann doch eher ein Arbeitssieg für uns geworden. Vorne haben wir uns aber immer wieder Unkonzentriertheiten geleistet, dafür war die Abwehr stark. Der Sieg stellt uns alle zufrieden, ich bin auch froh, dass wir den kurzfristigen Ausfall von Peter Haggenmüller gut kompensieren konnten.“

V. Petersdorff (1); Dorsch; Okyere (1); Thiel (2); Loris (1); Kaulitz (4); Wiesner (1); Müller (1); Riesenberger (2); Tischinger (1); Dittiger (2); Müller Tob.; Abstreiter (6/2); Schneider (4).

 

Domenico Giannino (gia)