Ohne Punkte ist die Friedberger Erste aus Bad Neustadt zurückgekehrt. Der Hauptgrund für die 15:20 (9:11) Niederlage der Handballer in der Bayernliga war die schlechte Chancenausbeute.

Bei den Unterfranken entwickelte sich früh ein sehr umkämpftes Spiel, in dem beide Abwehrreihen stark im Fokus standen. Friedberg tat sich vorne enorm schwer gegen die hart verteidigenden Bad Neustädter, ließ aber hinten wiederum selbst auch wenig zu. Außerdem hatte Torwart Benjamin von Petersdorff einen ausgezeichneten Tag erwischt und überzeugte mit vielen tollen Paraden.

Nach dem 3:4 jedoch sollte es gleich acht Minuten dauern für den nächsten Friedberger Treffer. Diesen schaffte schließlich Kreisläufer Alexander Prechtl, der für den privat verhinderten Paul Thiel in den Kader gerückt war. Dank ihrer ausgezeichneten Defensive waren die Herzogstädter so auch bis zum 5:6 nach 22 Minuten noch in Schlagdistanz, erst dann gestatteten sie es ihrem Gegner, weiter wegzuziehen. Das lag auch an den Zeitstrafen, welche die Gäste für ihre harte Abwehrarbeit kassierten.

Kurzzeitig sah es nach dem 5:9 so aus, als wäre der TSV in ernsten Schwierigkeiten, aber mit einer Energieleistung verkürzten die Friedberger den Abstand bis zur Pause wieder auf 9:11. Auch im zweiten Durchgang sollten wenig Treffer fallen für beide Teams.

Friedberg schaffte nach 34 Minuten den 12:12 Ausgleich. Danach aber verhinderte eine schwache Chancenverwertung, dass der TSV sich für seinen Einsatz belohnte. Bad Neustadt war keinesfalls die spielstärkere Mannschaft, aber vor dem Tor waren die Gastgeber um einiges effizienter. Die Gäste hingegen ließen jetzt viel liegen, auch drei Siebenmeter konnten sie nicht nutzen. Darum konnte sich Bad Neustadt so nach und nach absetzen. Friedberg erspielte sich zwar die Chancen, um dagegenzuhalten, doch viel zu oft landete der Ball dann trotz einer guten Wurfposition nicht im Kasten.

Nur drei Tore in den letzten 26 Minuten waren gegen diesen starken Gegner, der direkt wieder in die 3. Liga zurückwill, zu wenig. 13 Minuten vor dem Ende erzielte Christian Loris den letzten Friedberger Treffer, nach dem 15:16 war offensiv nur noch Bad Neustadt erfolgreich. So verlor der TSV sein zweites Saisonspiel mit 15:20 (9:11).

Trainer Fadil Kqiku benannte die Schwäche in der Offensive als den Hauptgrund für diese Niederlage: „Ich denke, dass die drei vergebenen Siebenmeter und die verpassten Großchancen in der zweiten Hälfte heute der Knackpunkt waren. Die Jungs haben toll gekämpft, defensiv haben wir uns nichts vorzuwerfen. Bad Neustadt war einfach cleverer und routinierter als wir. Wir werden hart daran arbeiten, dass wir im Angriff besser auftreten.“

V. Petersdorff; Dorsch; Okyere; Haggenmüller; Loris (1); Kaulitz; Müller; Riesenberger; Wiesner; Tischinger; Dittiger (2), Abstreiter (7/2); Schneider (1); Prechtl (4).

 

Domenico Giannjno (gia)