Mit zwei souveränen Auftritten sind die Friedberger Handballer ins bayerische Pokalhalbfinale eingezogen. Beim Turnier in Partenkirchen besiegte der TSV sowohl den Gastgeber als auch Ismaning deutlich. Damit gelang die Generalprobe für den Saisonstart am 15. September mit dem Heimspiel gegen Eichenau.

Weit in den Süden musste der TSV Friedberg am Sonntag. In Partenkirchen fand das Pokalturnier statt, in dem ursprünglich vier Mannschaften einen Teilnehmer am bayerischen Halbfinale ausspielen sollten. Allerdings hatte Simbach zurückgezogen, so dass neben dem Gastgeber und den Herzogstädtern nur noch der Bayernliga – Absteiger Ismaning mit im Rennen war.  

Friedberg traf im ersten Spiel auf Partenkirchen. Das Team aus der Bezirksklasse Alpenvorland war kein echter Prüfstein für den letztjährigen Vizemeister der Bayernliga. Der TSV setzte sich deutlich mit 32:13 durch.

Im Pokalturnier fehlten Rechtsaußen Tobias Müller und Tobias Fuchs, dafür war Kreisläufer Alexander Prechtl mit dabei. Der TSV war ohne Verletzte aus der Vorbereitung gekommen, diese endete Anfang September mit einem Trainingslager in Kempten. Dabei nahm der TSV auch am dortigen Turnier teil und besiegte den Gastgeber und den Ligakonkurrenten aus Günzburg.

Im Pokalturnier wartete im letzten Spiel Ismaning auf die Herzogstädter. Die Oberbayern waren in der vergangenen Saison ihre Konkurrenten in der Bayernliga, konnten aber den Abstieg nicht vermeiden. Sie machen kein Hehl daraus, dass sie wieder in Richtung Bayernliga angreifen möchten und waren am Sonntag in Bestbesetzung. Friedberg setzte sich aber letztlich klar mit 27:21 (12:10) durch und zog damit in die nächste Pokalrunde ein.

Dabei kontrollierte der TSV die Begegnung mit seiner aggressiven Abwehr. Nach dem 7:7 konnte er sich bis zur Pause leicht absetzen. Ein Zwischenspurt sorgte für das 19:14 nach 37 Minuten, davon erholte sich Ismaning nicht mehr. In der Folge hatte Friedberg alles im Griff und erstickte jede Hoffnung auf eine Wende mit seiner sicheren Defensive. Das 27:21 sah Fabian Abstreiter mit neun Toren als besten Schützen für den TSV.

Trainer Fadil Kqiku zog folgende Bilanz: „Der gesamte Auftritt hat mich mehr als überzeugt. Ismaning ist ein ambitionierter Landesligist, der in Bestbesetzung angetreten ist. Aber wir waren von der ersten Minute lang da, haben das Spiel immer gut kontrolliert und dem Gegner so nach und nach alle Hoffnung genommen. Die Verteilung der Torschützen zeigt, dass wir auch in der Breite gut aufgestellt und nicht nur von wenigen Spielern abhängig sind. Die Jungs sind hoch motiviert für den Saisonstart, und glücklicherweise sind wir bislang von Verletzungen verschont geblieben.“

Domenico Giannino (gia)