Die Friedberger Serie riss beim TSV Unterhaching. Nach fast vier Monaten verloren die Handballer beim 24:27 (13:13) wieder ein Punktspiel in der Bayernliga.

Gegen die abstiegsgefährdeten Oberbayern hatten die Herzogstädter in den ersten zehn Minuten leichte Vorteile. Diese verteidigten in einer offensiven Formation und versuchten, den Gästen mit einer betont aggressiven Gangart den Zahn zu ziehen. Scheinbar hinterließ das bei den Friedbergern auch Spuren, denn ab Mitte der ersten Hälfte übernahm Unterhaching zusehends die Kontrolle.

Obwohl die Gastgeber wegen ihrer harten Gangart insgesamt acht Zeitstrafen kassierten und gegen sie zwölf Siebenmeter verhängt wurden, konnte der TSV daraus nicht konsequent Kapital schlagen. Denn vier dieser Strafwürfe saßen nicht, auch vergab Friedberg immer wieder Großchancen. Defensiv und vom Kämpferischen her passte die Friedberger Vorstellung jedoch.

Nach einem 5:8 Rückstand und nur einem Treffer in beinahe zehn Minuten biss sich der TSV in die Partie zurück und schaffte zur Halbzeit noch den 13:13 Ausgleich. Im zweiten Durchgang blieb Friedberg bis zum 15:15 dran. Danach erwischten die Gäste aber erneut eine Phase, in der sie fast gar nicht ins Tor trafen, der Rückstand wuchs darum bis auf 15:18 an und erhöhte sich bis Mitte der zweiten Hälfte auf 17:21.

Offensiv beeindruckte Linksaußen Alexander Schneider auch in seinem zweiten Spiel nach seiner langen Verletzungspause. Er machte vier Tore und holte einen Siebenmeter heraus. Die geringe Trefferquote seiner Mitspieler verhinderte an diesem Tag aber eine erfolgreiche Aufholjagd. Zu oft war Friedberg bei klaren Chancen unkonzentriert.

Näher als auf das 20:22 neun Minuten vor dem Ende kamen die Herzogstädter darum nicht mehr heran. Der 24:27 (13:13) Endstand bringt dem TSV Friedberg somit die erste Niederlage in der Bayernliga seit Ende November ein. Damit fällt er auf Rang vier zurück, nach der Osterpause warten noch vier Spiele, darunter auch die Duelle gegen den aktuellen Zweiten Günzburg und den Dritten Waldbüttelbrunn.

Trainer Mirko Pesic machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf: „Natürlich sind wir alle enttäuscht, wir waren ja fast vier Monate lang unbesiegt geblieben. Aber wir haben gut verteidigt, haben alles gegeben und uns auch regelmäßig gute Möglichkeiten erspielt. Heute hat es nur bei der Verwertung nicht geklappt. Mit einer besseren Trefferquote kann das Spiel auch anders ausgehen.“

 V. Petersdorff; Kraus; Okyere (1); Haggenmüller (1); Thiel (2); Augner (2); Loris; M. Schneider (4/4); Dittiger (4); Abstreiter (6/4); Müller; A. Schneider (4).

Domenico Giannino (gia)