Weiter auf Erfolgskurs bleibt die Friedberger Erste. Der ungefährdete 32:24 (16:11) Heimsieg gegen Lohr war bereits der fünfte Sieg nacheinander in der Bayernliga. Somit verteidigt der TSV seinen zweiten Platz.

Felix Dorsch, normalerweise Stammtorwart der Zweiten, ersetzte den verletzten Matthias Kraus und konnte zeigen, dass er auch eine Klasse höher ein hervorragender Keeper ist. Denn Benjamin von Petersdorff hatte keinen guten Tag erwischt, sodass Dorsch nach zwölf Minuten dessen Platz zwischen den Pfosten übernahm.

Bis kurz vor der Pause war Lohr aber ebenbürtig, da die Friedberger Defensive den Rückraum der Gäste nicht immer im Griff hatte. Vorne lief zudem nicht alles rund. Aus dem Rückraum machte Fabian Abstreiter viel Betrieb und schaffte zudem einige gute Kreisanspiele. Aber bis zum 12:11 nach 25 Minuten endete so mancher Angriff mit einem Fehlpass oder einem ungenauen Abschluss.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte bekam Friedberg die Partie in den Griff. Dorsch hielt weiterhin phantastisch, die 6 – 0 – Deckung ließ nichts mehr zu. Vorne fielen die Tore jetzt vor allem über Andreas Dittiger, der nach einer Viertelstunde aufs Feld gekommen war. So führte Friedberg zur Pause mit 16:11.

Und mit einem Blitzstart entschieden die Handballer nach Wiederbeginn die Partie. Wieder blieben sie lange ohne Gegentor, vorne saßen die Konter. Der Lauf ging bis zum 21:11, erst dann konnte Lohr wieder treffen.

Eine Viertelstunde vor dem Ende kam von Petersdorff zurück ins Tor, und es schien, als hätte ihn das gute Beispiel von Dorsch angespornt. Denn jetzt zeigte auch dieser Friedberger Torwart einige phantastische Paraden. Weiterhin überzeugte der TSV mit seiner starken Abwehr. Lohr kam nicht mehr zurück in die Partie.  

Stets waren es sechs bis acht Tore Vorsprung, was die Friedberger Fans natürlich erfreute. Trotz einiger kleinerer Konzentrationslücken brachten die Herzogstädter mit dem 32:24 (16:11) Endresultat den nächsten doppelten Punktgewinn unter Dach und Fach. Nach dem fünften Sieg in Folge wartet am kommenden Samstag das Achtelfinale im deutschen Amateurpokal in der TSV – Halle, ehe es am 24. Februar nach der Faschingspause zum Duell beim Spitzenreiter Erlangen – Bruck kommen wird.   

Trainer Mirko Pesic war von der Vorstellung angetan: „Wir haben durch unsere Geduld gewonnen. Zunächst haben wir nicht so gut verteidigt, aber wir sind ruhig geblieben. Mit 15 ganz starken Minuten haben wir uns dann abgesetzt und die Partie so früh entschieden. Da steigerte sich die Abwehr enorm und wir haben vorne die Ballverluste minimiert.“

 V. Petersdorff; Dorsch; Okyere (3); Thiel (3); Schnitzlein (3), Augner (6/1); Lang; Schneider (5/2); Dittiger (7); Fuchs; Abstreiter (4); Müller; Prechtl (1).

 

Domenico Giannino (gia)