Die Friedberger Erste hat sich bei Rimpar 2 durchgesetzt. Beim 28:24 (15:15) steigerten sich die ersatzgeschwächten Handballer nach der Pause.

Ohne den verletzten Thomas Wagenpfeil und den wegen seines Studiums verhinderten Michael Schnitzlein trat der TSV die Reise nach Unterfranken an. Für sie waren Tobias Fuchs und Florian Wiesner im Kader. Damit konnte Friedberg immerhin zehn Feldspieler aufbieten.

Aber in den ersten 20 Minuten hatte Rimpar Vorteile. Die Friedberger Abwehr stand nicht so sicher wie gewohnt, Torwart Benjamin von Petersdorff konnte kaum einen Ball abwehren. Darum lag der TV fast immer zurück, nur beim 6:6 und beim 7:7 gelang den Gästen kurzzeitig der Ausgleich.

Zehn Minuten vor der Pause brachte Trainer Mirko Pesic den jungen Keeper Matthias Kraus für den bis dahin glücklosen von Petersdorff. Kraus, ein Friedberger Eigengewächs, spielt seine erste Saison in der Bayernliga und zeigte bis zur Pause einige tolle Paraden. Auch dank ihm fanden die Herzogstädter jetzt besser in die Partie und gestalteten sie ausgeglichener. Das 15:15 zur Halbzeit war ein Mutmacher für die ersatzgeschwächte Mannschaft.  

Rimpar konnte die Angelegenheit noch bis zum 18:18 nach 38 Minuten offenhalten. Danach aber setzte sich Friedberg dank der großartigen Abwehr immer weiter ab. Mittlerweile war zudem von Petersdorff in den Kasten zurückgekehrt, und der erfahrene Torwart zeigte jetzt seine ganze Klasse. Er wehrte unter anderem sechs freie Würfe vom Kreis ab.

Im Angriff konnte sich Friedberg erneut auf Maximilian Schneider verlassen, der mit sechs Treffern überzeugte. Auch Fabian Abstreiter war sechsmal erfolgreich, Paul Thiel folgte knapp dahinter mit fünf Toren.

Friedberg war nach dem 18:18 durchgehend mit zwei oder drei Treffern vorne. Rimpar schaffte nach der Pause nur noch neun Treffer, ein Beweis für die große Defensivstärke der TSV. Darum setzte sich Friedberg schließlich durch, der 28:24 (15:15) Erfolg bringt den Handballern bereits den vierten Sieg in Folge ein.

Trainer Mirko Pesic freute sich sehr über den Ausbau dieser Serie: „Der Sieg war hart erkämpft, jeder im Kader hat seine Sache gut gemacht. In den letzten Monaten kann ich eine positive Entwicklung erkennen. Wir haben uns taktisch verbessert und können auch schwächere Phasen in einem Spiel kompensieren. So fanden wir auch gegen Rimpar zu unserer Abwehrstärkte zurück, obwohl wir in der ersten Hälfte da nicht immer überzeugt hatten.“  

 

  1. Petersdorff; Kraus; Thiel (5); Okyere (3); Augner (3); Wiesner; T. Müller; Schneider (6/2); Dittiger (4); Fuchs (1); Abstreiter (6); Tob. Müller.

 

Domenico Giannino (gia)