Das Trainerteam griff im Vorfeld des Bezirksklasse-Klassikers MIV vs .1871zwoi tief in die Taktikkiste und bestellte die Mannschaft bereits drei Stunden vor Spielbeginn in die TSV-Arena. Die Aufgaben waren klar verteilt: Krafttraining mit Langbänken und Langtischen für die einen, Konditions- und Ausdauer unter Drucksituation für die anderen.

Etwas übermotiviert agierte dabei Katsche F. aus O., der die Gunst der Trainer und damit einen Platz in der Startformation bereits durch ein Aufwärmprogramm in Form eines Duathlons (Radfahren und Lauf) erwerben wollte. Das Tainerteam ließ sich zum Unmut der Mannschaftskollegen derart beeindrucken, dass Katsche tatsächlich von einer hinteren Platzziffer in die starting seven rutschte.

In der Torhüterfrage entschied sich das Trainerteam nach langer Diskussion für Herrn Böhm (sen.). Die Linie IV kam gut ins Spiel und so stand es nach 10 Minuten 7:0. Immer wieder kamen die blitzschnellen Außen Scheiber(1) und Wüpping nach gutem Stellungsspiel von Herrn Böhm als Hüter des Tores, der das Vertrauen den Trainern in vollem Umfang zurückgab, zu Tempogegenstößen. Nach einer Auszeit der Gäste ließ die Konzentration in der Abwehr etwas nach, im Angriff änderte sich jedoch auch nach umfangreichen personellen Umstellungen nichts – zum Erstaunen vieler Fachleute gerade auch hinsichtlich des Tempos auf der Rechtsaußenposition. Scheibi(2) agierte im Stile eines ehemaligen, bekannten Fußballprofis des SV Werder: der Weißwurstblitz war geboren und erfreute die Fans auf der Tribüne durch spektakuläre Moves. Doch die Trefferquote blieb bescheiden, so dass das Trainerteam in der Auszeit zu grenzwertigen Maßnahmen griff. Die Drohungen zeigten Wirkung und bis zur Halbzeit erlaubte sich kein Spieler mehr einen Fehlwurf. Mit 20:6 ging es in die Kabine.

An der Arbeit des Versorgungsteams unter der Leitung von Chris Weber gab es nichts auszusetzen. Allenfalls die langatmige und nicht enden wollende Ansprache des Banktrainers nervte den ein oder anderen Spieler. Die taktischen Anweisungen fußten dabei allerdings auf einer fundierten und fachlich kompetenten Spielanalyse.

In der zweiten Halbzeit war die Luft etwas raus, sogar Modellathlet Katsche zahlte dem Aufwärmprogramm etwas Tribut. Herr Böhm provozierte das Trainerteam und kokettierte mit einer Auswechslung, was ihm das Trainerteam nicht durchgehen lies und ihn vehement und unter Androhung schwerwiegender Konsequenzen aufforderte, auf dem Feld zu verbleiben. Tobi Wüpping und Benni Schwair sahen Gesprächsbedarf, um ihre Sicht auf den Verlauf des Spiels ihren Gegenspielern näher erläutern zu können. Dieser wurde vom gut leitenden Schiedsrichter allerdings unterbunden.

Mit dem Endergebnis von 34:15 sicherte sich die Linie IV zumindest für eine Woche die Tabellenführung.

 

Es spielten:
wieder andere als wie wo beim letzten Mal