Das Derby zwischen dem TSV Friedberg 2 und dem SC Kissing zum Auftakt der Bezirksoberliga – Saison endete mit einem 23:23 (12:14) Unentschieden. Lange sah es so aus, als sollten sich die Gäste beim TSV durchsetzen, doch die Herzogstädter konnten einen Zweitore – Rückstand in den Schlussminuten noch egalisieren.

Kissing war zwar fast über die gesamte Spielzeit in Führung, konnte sich aber nie mit mehr als drei Toren absetzen. Das Problem bei den Friedbergern war die schlechte Chancenverwertung. Vor dem Tor präsentierten sich die Gastgeber derart ineffizient, dass ihre ansonsten mehr als ordentliche Leistung sich nie im Spielstand niederschlagen konnte. Besonders von den Außen ließ die Trefferquote an diesem Tag stark zu wünschen übrig.

Den ersten Treffer in diesem Spiel erzielte der TSV so erst in Minute acht, den zweiten in Minute elf. Zu diesem Zeitpunkt war Kissing bereits mit 5:2 vorne.

Friedberg steigerte sich dann bis zur Pause dank der guten Abwehr. Wegen der vielen vergebenen Chancen blieben die Gäste aber mit 14:12 in Front. Die Abwehrreihen und die Torhüter blieben auch im zweiten Durchgang im Fokus.

Denn das Spiel blieb torarm. Kissings Keeper zeigte auch im zweiten Durchgang viele Paraden. Da Friedberg zwischen der 40. und 50. Minute nur einen Treffer zuließ, konnten die Gastgeber aus einem 15:18 ein 20:19 machen. Die erste Friedberger Führung hatte nicht lange Bestand, denn die Wurfquote blieb schlecht.

So sah die Schlussphase Kissing wieder mit Vorteilen, erst kurz vor Schluss konnte der TSV einen 21:23 Rückstand aufholen. Danach besaßen beide Teams noch Chancen auf den Sieg, dank der beiden sicheren Abwehrreihen kam es jedoch nach 60 umkämpften Minuten zur Punkteteilung.

Das 23:23 (12:14) hinterlässt bei den Herzogstädtern aber gemischte Gefühle:

„Betrachtet man den Spielverlauf auf dem Papier, kann man sich bezüglich des erkämpften Punktes freuen, zumal wir in der letzten Saison noch beide Spiele gegen Kissing hoch verloren haben“, sagte Trainerin Sandy Mair. „Wenn man aber bedenkt, wie viele hundertprozentige Chancen man hat liegen lassen, muss man sich auch ein klein wenig ärgern. Dennoch nehmen wir viel Selbstvertrauen mit aus dem Punktgewinn gegen einen starken Gegner. Am Donnerstag erwartet uns in Ichenhausen ein heißer Tanz.“

 

Häselhoff; Zull; Herrmann; Bernhard (2); Hrgic (3); Maas (2); Atzkern (1); Wydra (1); Reissner (1); Dorsch (2); Porterfield (3); Jehle; Schmid (8/5); Schiechtl.  

 

Domenico Giannino