Eine vermeidbare Niederlage gab es für die Friedberger Zweite im letzten Saisonspiel gegen Schwabmünchen. Beim 29:37 (15:17) starteten die Handballer gut, ließen dann aber Konsequenz und Konzentration vermissen.

Der Achte der Bezirksoberliga erwischte gegen den Dritten aus Schwabmünchen einen guten Start. In den ersten zehn Minuten spielte nur Friedberg. Die gute Abwehr holte sich viele Bälle, dank der sicher herausgespielten Konter waren die Gastgeber bald mit 7:3 vorne. Schwabmünchen nahm dann eine frühe Auszeit.

Danach änderte sich die Partie komplett. Scheinbar hatten die Friedberger in der einmütigen Pause ihren Matchplan komplett vergessen. Die zuvor so sichere Defensive ließ jetzt ein Tor nach dem anderen zu, vorne häuften sich vermeidbare technische Fehler. Nach 19 Minuten kippte die Begegnung, in der die Gäste längst das Momentum auf ihrer Seite hatten, endgültig. Schwabmünchen schaffte die 12:11 Führung und baute diese in der Folge konsequent aus. Das lag auch am großen Pech, dass der TSV mit Pfostentreffern hatte. In den nächsten fünf Angriffen nach der erstmaligen Gästeführung landete der Ball gleich viermal am Gehäuse. Zur Pause lag Friedberg mit 15:17 zurück.

Die zweite Hälfte zeigte eine Herzogstädter Mannschaft, die mit den Gedanken wohl schon in der Saisonpause war. Defensiv ging jetzt gar nichts mehr. Schwabmünchen konnte oftmals einfach Richtung Tor durchlaufen, ohne dass der TSV Anstalten machte, die Gegner daran zu hindern. Vorne spielte Friedberg mit viel Tempo, in einem hektischen Spiel fehlte es aber oft an der Präzision.

Weil aber auch die Gäste nicht immer konzentriert genug waren, blieb der TSV auch nach einem 17:22 noch in der Partie. Acht Minuten vor dem Ende gelang der Anschluss zum 26:28, noch war genug Zeit. Doch mit unkonzentrierten letzten Aktionen der Gastgeber ging der Spielstand stattdessen komplett in die andere Richtung. Schwabmünchen machte Tor um Tor, der Dritte gewann schließlich mit 37:29 (17:15).

Damit beendet der TSV Friedberg 2 die Saison in der Bezirksoberliga auf dem achten Rang. In 22 Spielen gab es acht Siege, ein Remis und 13 Niederlagen. Ab dem Herbst wird die junge Mannschaft sicher ein besseres Resultat anstreben.

Trainerin Sandy Mair wird das Team auch weiterhin betreuen und fand deutliche Worte: „Heute war ich mit der Einstellung vieler Spieler nicht zufrieden. Ja, es ist das letzte Spiel, und sportlich ging es auch um nicht mehr viel. Trotzdem erwarte ich mehr auf dem Spielfeld als diese lasche Vorstellung. In der Abwehr haben wir heute oft nur zugeschaut, anstatt hinzulangen.“

 

Kraus; Zull; Herrmann (3); Hrgic (3); Maas; Atzkern; Wydra; Hartl (4); Lugauer; Jehle (1); Schmid (8/3); Schiechtl (6); Apel (4).

 

Domenico Giannino (gia)