Zum Abschluss der Hinrunde hat die Friedberger Zweite den Vorletzten aus Gersthofen mit 33:30 (13:12) besiegt. Damit feierte die neue Trainerin Sandy Mair eine gelungene Premiere.

Mair ist bereits für die A – Jugend verantwortlich und kennt daher zahlreiche Spieler ihrer neuen Mannschaft bereits gut. Am Sonntag begann Torwart Felix Zull, da Stammkeeper Kraus fehlte. Er machte seine Sache hervorragend, er war 60 Minuten lang ein sicherer Rückhalt.

Friedberg hatte durchgehend mehr vom Spiel gegen Gersthofen, dass bislang erst zwei Saisonsiege geschafft hatte. Doch die fehlende Konzentration im Abschluss verhinderte, dass sich die optische Überlegenheit der Herzogstädter auch wirklich auf der Anzeigentafel zeigen konnte. Zur Pause war der TSV lediglich mit 13:12 vorne.

Die Ansage der Trainerin für den zweiten Durchgang war, das hohe Tempo beizubehalten, um die Gäste so weiter unter Druck zu setzen. Und nach dem 21:18 zahlte sich diese Taktik aus. Friedberg verteidigte weiterhin stark, jetzt war auch die Torausbeute höher, da die Handballer vorne effizienter abschlossen. Bald hatten sie ihren Vorsprung auf 25:18 ausgebaut.

Nach dem 31:25 sechs Minuten vor dem Ende sah alles nach einem klaren Heimsieg für den TSV aus. Gersthofen hatte jedoch noch einen Pfeil im Köcher: Die Gäste nahmen jetzt bei eigenem Ballbesitz konsequent den Torhüter heraus für einen zusätzlichen Feldspieler. Dies sorgte in der lange Zeit so sicheren Friedberger Defensive für gehörige Unruhe, die Gäste kamen plötzlich immer näher.

Aber die Zeit reichte nicht mehr für eine Wende, Friedberg überstand auch diesen Schreckmoment. Der Endstand von 33:30 (13:12) lässt die Zweite sich in der Bezirksoberliga vom Tabellenende absetzen. Der Vorsprung auf den Vorletzten aus Gersthofen beträgt zum Ende der Hinrunde jetzt fünf Zähler.

Mair war mit ihrer Premiere zufrieden: „Klar, zum Auftakt will man auf jeden Fall gewinnen, und das ist uns heute auch gelungen. Defensiv haben wir viel richtig gemacht, auch unser Torwart und die Außen waren sehr stark. Manchmal waren wir vorne noch etwas zu nachlässig, aber da möchte ich meiner jungen Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir sind mannschaftlich geschlossen aufgetreten und konnten unseren Spielplan gut umsetzen.“

 

Zull; Seidler; Herrmann (3); Hrgic (12/5); Maas (1); Wydra (3); Lugauer (4); J. Dorsch (1); Heitz (1); Jehle (1); Schmid (4); Schiechtl (2); Fuchs (1); Apel.

 

Domenico Giannino (gia)