Die Friedberger Zweite konnte eine gute erste Hälfte nicht in einen Sieg bei Dietmannsried/Altusried ummünzen. Beim 24:28 (14:13) stand den Handballern einmal mehr ihre Schwäche im Abschluss im Wege.

Gegen den Dritten der Landesliga Süd überzeugte Friedberg aber fast durchgehend mit einer soliden Abwehr und gutem Einsatz. Der kurzfristige Ausfall von Florian Wiesner, der wegen mehrerer Bänderrisse im Sprunggelenk den Rest der Saison verpassen wird, hemmte zudem die Offensive im ersten Durchgang fast gar nicht. Der TSV spielte seine Angriffe geduldig aus und machte mit klugen Spielzügen regelmäßig seine Tore.

So konnte er gestützt auf seine starke Defensive einen 6:7 Rückstand nach 22 Minuten sogar in einen 12:7 Vorsprung verwandeln. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre darum auch eine höhere Pausenführung als das 14:13 drin gewesen. Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte begannen sich bereits die Offensivprobleme abzuzeichnen, welche den TSV über den gesamten zweiten Durchgang begleiten sollten.

Denn bis zur 48. Minute sollten den Gästen nur sechs Treffer gelingen. Dank ihrer starken Defensive waren sie aber mit dem 20:20 Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt immer noch im Rennen. Doch zwei Zeitstrafen innerhalb von 17 Sekunden brachten den TSV aus dem Konzept.

Die doppelte Unterzahl überstand Friedberg mit dem 21:22 noch gut, jetzt schlich sich aber bei eigenem Ballbesitz Hektik ein und die Gäste nahmen sich viel zu oft unvorbereitete Würfe. Dies nutzte Dietmannsried mehrfach aus und erhöhte den Vorsprung durch Tempogegenstöße. Friedberg gelang es zu spät, vorne wieder zur gewohnten konzentrierten Spielanlage zu finden.

So wuchs der Rückstand in der Schlussphase an, Dietmannsried machte in den letzten zehn Spielminuten fast genauso viele Tore wie in den ersten 18 des zweiten Durchgangs. Schließlich musste Friedberg mit dem 24:28 (14:13) die nächste Niederlage hinnehmen. Nach der Osterpause warten noch vier Spiele auf die Handballer. Alle sind gegen direkte Konkurrenten: Die Herzogstädter treffen dann sowohl auf die beiden direkt vor ihnen Platzierten als auch auf die beiden Team, die direkt hinter ihnen stehen.

Trainer Gerald Schwarz zog folgende Bilanz: „Es ist schade, dass wir wieder ein enges Spiel wegen unserer Probleme im Angriff verloren haben. Wieder hat die Mannschaft defensiv überzeugt, wieder hat sie auch kämpferisch alles gegeben. Aber wie schon in den Wochen zuvor haben wir vorne zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Nach Ostern warten die entscheidenden Spiele auf uns, da müssen wir punkten.“

 

Dorsch; Fuchs (6/1); A. Müller (4); Wilken; Hartl (4); T. Müller; Lang; Koch (1); Kraus (4); Jehle; Schiechtl (2); Egidy; Prechtl (3).

 

Domenico Giannino (gia)