Die Friedberger Zweite hat auch gegen die HSG Würm – Mitte verloren. Defensiv wussten die Handballer zu überzeugen, sie machten aber beim 23:25 (13:13) zu wenig aus ihren vielen guten Chancen.

Würm – Mitte belegt als Zweiter in der Landesliga einen Spitzenplatz und ist ein heißer Anwärter auf den Aufstieg. Die Gäste ließen sich aber von einer stark aufspielenden Friedberger Mannschaft früh die Butter vom Brot nehmen. Dank der ausgezeichneten Abwehr und dem wieder einmal blendend aufgelegten Torwart Felix Dorsch führten die Handballer nach zehn Minuten mit 7:5. Mitte der ersten Hälfte jedoch verschlechterte sich die Torausbeute, Friedberg vergab so seinen frühen Vorteil.

Jetzt waren die Gastgeber vorne zu statisch und bei den Gegenstößen zudem unkonzentriert. Ganze drei Friedberger Tore in 17 Minuten brachten der HSG einen 13:10 Vorsprung ein. Bis zur Pause konnte der TSV diesen aber mit einer klaren Steigerung egalisieren, so dass es mit einem 13:13 in die Kabinen ging.

Nach Wiederbeginn hatte Friedberg seinen Gegner defensiv weiterhin meist im Griff. Dorsch hielt außerdem richtig stark und entschärfte zahlreiche Würfe. Die Probleme in der Offensive dauerten aber lange an, das Spiel blieb darum torarm.

Beim 17:20 nach 43 Minuten kam Peter Haggenmüller aus der ersten Mannschaft aufs Feld. Der Rückraumspieler sollte nach seiner langen Verletzungspause Spielpraxis sammeln und machte gleich mit seiner ersten Aktion einen Treffer. Seiner Dynamik und Übersicht war es zu verdanken, dass der TSV zurückfand und nach dem 22:21 sieben Minuten vor dem Ende alle Trümpfe in der Hand hielt.

Doch die Friedberger konnten danach erneut zu wenig aus ihren Chancen machen. Mehrere Fehlpässe und zwei vergebene Konter verminderten die Erfolgsaussichten in diesem wichtigen Heimspiel. Als Dorsch beim Stand von 22:24 wieder einmal einen freien Wurf vom Kreis abwehrte, lief ein Friedberger kurz darauf unbedrängt aufs gegnerische Tor zu. Mit 70 Sekunden auf der Uhr hätte ein Tor Friedberg noch alle Chancen eröffnet, doch der Wurf ging über den Kasten der HSG.

Diese brachte den Erfolg schließlich über die Zeit. Das 23:25 (13:13) lässt Friedberg in der Landesliga immer weiter abrutschen. Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich so zu.

Trainer Gerald Schwarz zog folgende Bilanz: „Defensiv haben wir überzeugt, der Einsatz hat gepasst. Leider haben wir uns wieder einmal selbst besiegt, weil wir viel zu viele klare Würfe nicht verwerten konnten. Da müssen wir einfach cleverer sein und vor dem Tor konzentrierter agieren.“

 

  1. Dorsch; M. Kraus; Haggenmüller (3); A. Müller (1); Hartl (2); Wiesner (5); T. Müller (2); Lang (1); Koch; Fuchs (9/2); Ma. Kraus; Schiechtl; Egidy.

 

Domenico Giannino (gia)