Die Friedberger Zweite hat ihre Erfolgsserie auch bei München-Ost fortgesetzt. In der Landeshauptstadt gewannen die Handballer mit 35:28 (19:14) und schraubten ihre Bilanz aus den letzten sechs Partien auf 11:1 Punkte.

Der Tabellenletzte der Landesliga überraschte den TSV jedoch zunächst mit einer extrem offensiv ausgerichteten 4 – 2 – Abwehrformation. Zwei Münchner standen den beiden Friedberger Halben förmlich auf den Füßen. Es sollte gut zehn Minuten dauern, bis diese sich darauf eingestellt hatten. Zunächst war München-Ost darum mit 4:3 vorne.

Der Überraschungseffekt verpuffte jedoch schnell. Jetzt bewegten sich die Herzogstädter im Positionsspiel besser und legten die Schattenseiten dieser unorthodoxen defensiven Aufstellung rasch offen. Das Experiment endete bald darauf, allerdings hatte sich Friedberg binnen acht Minuten bereits eine komfortable 11:4 Führung erarbeitet.

Somit sah es früh nach einer klaren Angelegenheit aus. Aber Friedberg verlor jetzt für gut fünf Minuten seine Klarheit in den Aktionen, auch die bis dahin sehr sichere Abwehr ließ mehr zu. So konnten die Oberbayern auf 11:8 verkürzen und hatten etwas mehr Hoffnung auf ihren ersten Saisonsieg.

Bis zur Pause fing sich Friedberg aber wieder und machte schließlich aus einem 16:13 eine 19:14 Führung. Meist stand die Defensive wieder besser, vorne fielen die Tore dagegen regelmäßig, da sich die Friedberger gut bewegten und sicher abschlossen.

Früh im zweiten Durchgang musste der TSV seine Abwehr umbauen, nachdem Florian Wieser direkt Rot gesehen hatte. Der Kopf der Friedberger Defensive hatte einen hoch springenden Gegner rüde nach unten gedrückt, die Schiedsrichter kannten kein Erbarmen und zeigten Wiesner nach 35 Minuten den roten Karton.

Aber der TSV kam auch mit diesem Ausfall zurecht. Die Gäste hatten gegen insgesamt harmlose Münchner defensiv alles im Griff. Meist führten sie mit fünf oder sechs Treffern, ohne allerdings zu glänzen. Dennoch geriet der fünfte Sieg im sechsten Spiel nie in Gefahr.

Mit dem 35:28 (19:14) Erfolg etabliert sich Friedberg weiter im Mittelfeld der Landesliga. Die Münchner hingegen schweben als Tabellenletzter ohne jeden Sieg weiterhin in größter Abstiegsgefahr.

Trainer Gerald Schwarz sah eine gute Mannschaftsleistung: „Nur am Anfang hatten wir gegen die ungewohnte Abwehr Probleme. Dann haben sich die Jungs aber gefangen und konnten dank des guten Zusammenspiels und ihres bedingungslosen Einsatzes das Spiel durchgehend kontrollieren. Der Sieg zum Rückrundenauftakt bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung unseres Saisonziels.“

 

  1. Dorsch; Kraus; Wydra; Loris (3); Hartl (2); Wiesner (2); Lang (3); Koch (1), Fuchs (12/6); J. Dorsch (2); Jehle (1); Schiechtl (3); Egidy; Prechtl (6).

 

Domenico Giannino (gia)